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Freitag, 27. November 2009

Tatütata... der Herbst ist da!

Hallo meine Lieben,
da hier in Belfast meine Zeit so langsam zur Neige geht, fange ich an so viel wie möglich zu knipsen, um mich so gut wie möglich an meinen Aufenthalt hier zu erinnern. Was hab ich also vorgestern gemacht, während meine Wäsche im Waschraum geschleudert wurde? Genau, ich bin  derweil knipsen gegangen! Zwar bin ich nicht weit gegangen, sondern auf dem Unigelände (das echt riesig und wirklich schön ist) geblieben, habe aber dafür Stranmillis von einer ganz neuen Seite entdeckt. Wie mir unser Barmann aus der Students Union erzählt hat, ist Stranmillis ein alter historischer Ort, mit Kampfgraben und so...
Ach genau, und hier wurde sogar mal ein Horrorfilm gedreht. Für ganz Interessierte hier der Link zu Freakdog.
Ich kann euch nicht versprechen, dass er sehenswert ist, was ich euch aber versprechen kann, ist dass ich nicht mitspiele :-)
Naja, auf jeden Fall hab ich mich aufgemacht und ein wenig vor mich hingeknipst, neue unbekannte Flecken entdeckt und mir fast eine Lungenentzündung geholt, weil es so unglaublich windig und kalt war.
Und das sind die Resultate:
Das Gebäude das ihr auf den Bildern sehen könnt, ist übrigens die Students Union. Sehr altes historisches Gebäude mit irgendeiner Funktion, aber bitte fragt nicht nach dieser! Da war der Guinness Spiegel zu hoch, als mir der Barmann davon erzählt hat.
Die heutige Funktion ist ganz einfach: das ist die Studentenkneipe drin! Die Razzies benutzen diese auch gerne als Wohnzimmer, kurz gesagt: wir sind so gut wie jeden abend dort. So auch Heute!

Ich lass bald wieder von mir hören!

Bis dahin!
Macht es gut!
Eure Vicki

Freitag, 2. Oktober 2009

Vicki meets Security

Hallo meine Lieben,
wie ihr euch vielleicht noch erinnert, habe ich bereits von meinen tollen Mitbewohnerinnen berichtet, die so was wie nächtliche Ruhe nicht kennen. Nun, weil abgesehen von den Highheel-Rennen, die in den frühen Morgenstunden in unserem Flur stattfinden auch noch unerlaubte, sehr laute Besucher jede Nacht hier zu Gange sind, die liebend gerne Deutschen-Witze über meine dänisch-deutsche Mitbewohnerin und mich reißen und auch nach ganz liebem Bitten nicht einmal etwas leiser sein können, sahen wir uns letzte Nacht dazu gezwungen den "Tutor on Duty" zu rufen. Kurz gesagt, er kam zu einem sehr günstigen Zeitpunkt, denn die Wohnung war voller Jungs, es lief laute Musik und es wurde sehr laut über uns Deutsche gelacht und gelästert. Anstatt endlich Ruhe zu geben fingen die 4 Furien, wie ich sie liebevoll nenne, an sich über uns zu beschweren. Wir seinen doch aus Deutschland (also ist es normal, dass wir uns beschweren würden) und obendrein auch nur für 3 Monate hier.
Blöd nur, dass Hugh (ein kahlköpfiger Mann mittleren Alters, mit sehr tiefer Stimme) das gar nicht lustig fand und die Mädels, nachdem er die Jungs, die versucht hatten sich draußen in den Büschen zu verstecken, aber von der Security geschnappt wurden, aufgeschrieben hat und richtig in die Schranken wies.

Als die Mädels wieder in ihren Zimmern verschwunden waren, um sich weiter über uns aufzuregen, bat er uns raus, um den Vorgang der Nacht zu protokollieren. Da die 4 Furien nicht besonders helle sind, haben sie gemeint, sie müssten sich weiterhin mit Hugh und der Security, die fortan ständig an unserer Seite war, herumstreiten.

Resultat der ganzen Angelegenheit war, dass wir unter Security Schutz kurz in unsere Zimmer durften, um uns Sachen für die Nacht mitzunehmen, dann in Saras ( die Tutorin in unserem Haus und Erasmus Betreuerin)
Zimmer bei einem Tee warten mussten, bis die Mädels fertig mit Rauchen und wieder in den Zimmern waren, um anschließend, wieder unter Security Schutz das Gebäude und das Zimmer zu wechseln.

Nun, ich bin jetzt wieder in meinem Zimmer, das sehr gut verschlossen ist, und somit keiner rein kann. Wie es  hier weiter geht erfahre ich in wenigen Stunden. Da sich das ganze Haus -selbst die Putzfrauen- über die 4 Furien beschweren und heute die Polizei hier war, um mit Hugh zu reden, hoffen wir, dass wir bleiben können und die gehen müssen, und zwar nicht nur aus der Wohnung, sondern gleich vom gesamten Campus. Sollte dies noch einige Tage dauern, werden wir vorübergehend umziehen.

Das Gute ist, dass ich das Wochenende nicht hier verbringen muss, weil Sara, so lieb, wie sie ist, uns 2 zu sich eingeladen hat, um das Wochenende bei ihr und ihrer Familie zu verbringen. Da jedoch gerade die Eltern, von meiner dänisch-deutschen Mitbewohnerin hier sind und sie deshalb nicht mit kann, kommt Nora Tschirner mit, die sich ganz "unaufdringlich" selbst eingeladen hat, mit der Begründung, sie wisse nicht, was anstellen ohne mich! Das bedeutet für mich so viel wie: endlich schlafen ohne Oropax, durch- und ausschlafen!
Ich freu mich schon euch von meinem Trip in die Pampa (Sara wohnt auf einem abgelegenen Hof!) zu erzählen! Wow, ich fühl mich jetzt schon, wie in einem Rosamunde Pilcher Film!

Des Weiteren wollte ich euch noch erklären, was ein Swinefluefriend ist. Also: es ist eine Person, die sich in der Zeit, in der man die Grippe hat, um einen kümmert, also Essen und Tee bringt, einen mit Büchern und Zeitschriften oder mit Sex and the City DVDs versorgt und sich nebenher ansteckt, damit sich dann ein Swineflufriend um sie kümmern darf!

Weil wir Erasmusis diese Idee so toll finden, haben wir beschlossen in Facebook die Gruppe: United Swineflufriends zu gründen! Dazu seit ihr alle herzlich eingeladen!

Außerdem ist mir noch eingefallen, dass ich euch noch kein einziges Bild von meiner Uni gezeigt habe. Hier also das Hauptgebäude von des Stranmillis University College!



Bis dahin!
Machts gut!
Liebes Grüßle,
eure Vicki

Dienstag, 22. September 2009

Endlich angekommen und doch nicht richtig da!

Hallo meine Lieben,
zum ersten mal melde ich mich nun aus der Nordirischen Hauptstadt Belfast und zum ersten mal seit Beginn meiner Reise, habe ich etwas Zeit für mich und natürlich auch, um euch auf dem Laufenden zu halten.
Also, was hat sich bisher so getan bei mir...
Nun ich hatte erst mal Probleme am Flughafen, da ich, als hätte man es nicht bereits erwartet, Übergepäck hatte und einiges an Zeug wieder auspacken musste. Nun müsst ihr allerdings wissen, dass ich mir dessen nicht bewusst war, dass ich Übergepäck hatte, da ich davon ausgegangen bin, dass ich 40 kg mitnehmen kann, wenn ich mit 2 Taschen reise. Da hatte ich mich aber geirrt, war also am Flughafen am aus- und umpacken und fühlte mich nach vollendeter Tat, wie nach einem Marathon. Mein Magen war zu diesem Zeitpunkt auch nicht ganz auf meiner Seite und so führte ich auf dem Flughafenklo eine recht einseitige Unterhaltung mit diesem.

In Belfast angekommen, wäre ich am liebsten wieder gegangen. Mein erster Gedanke war: 'Boha ist es hier hässlich und hier soll ich nun drei Monate lang bleiben?!' Nach diesem ersten Schock verbrachte ich den ganzen Tag und Abend im Bett, das mir so viel schoner erschien, als in die Einöde von kackbraun und kackbraunrot zu gehen. So schrecklich auch Nordirlands Architektur auch ist, so nett sind hier die Menschen, musste ich feststellen, als wir den Weg zum Hostel gesucht haben. Nicht nur, dass man uns den Weg beschrieben hat, nein, wir wurden sogar direkt vor der Tür abgeliefert.

Nun gut, am Sonntag, unser zweiter Tag in Belfast, schauten meine Komilitonen und ich uns die Stadt mal genauer an und schon war ich enthusiastisch genug, um meine Kamera zu zücken und ein paar Bilder zu machen.









Nun fühl ich mich hier doch ganz gut, vorallem nachdem ich gesehen habe, dass es hier tolle Schuhe gibt, obwohl ich noch nicht so genau weis, wie ich die nach Deutschland transportieren soll.

Seit gestern bin ich in meiner Uni Stranmillis University. Auch wenn das Wohnheim nicht gerade der Wahnsinn ist, so auf alle Fälle das Areal auf dem die Uni steht. Alles ist grün und ab und zu kann man ein Blick auf  das ein oder andere Gebäude erhaschen. Echt schön, man fühlt sich, wie im Telletubbie Land, abgesehen davon, dass die Sonne nicht immer scheint. Ich muss jedoch ehrlich gestehen, dass das Wetter bisher ganz ok ist und es heute wirklich sonnig war. Für die Iren ist dieses Wetter glaub ich wie Hochsommer. Während ich mit Stiefeln und Rollkragenpulli bewaffnet bin, haben die Leute hier Flipflops und T-shirt an. Da ist schon irgendwie was dran, dass die Iren etwas irre sind.

Gestern abend hatte die Student Union, deren Präsidentin Sara sich rührend um uns kümmert einen Begrüßungsabend geplant. Bei Getränken (ich hatte mein erstes Guiness) und lustigen Spielen konnte man sich gegenseitig etwas beschnuppern. Heute geht es mit ähnlichem Programm weiter und eigentlich ist für die ganze Woche Abendprogramm geplant. Am Freitag werden wir uns mir Lasern beschießen, Laser Quest nennt sich das Ganze. Also langweilig wird hier einem wirklich nicht, nur müde wird man, vorallem, wenn man in meiner WG wohnt. Die Mädels hier sind echt verrückt. Abgesehen davon, dass sie erst ein mal dachten, ich käme aus den Staaten und deshalb keine Rücksicht auf die Sprechgeschwindigkeit genommen haben, trinken sie wirklich viel Aklkohol und machen gerne Party. Gestern zum beispiel bis vier Uhr morgens. Wirklich viel geschlafen habe ich also nicht und jetzt muss ich auch schon wieder los, zu einer Führung um das Unigelände und den Teilort Srtanmillis. Hoffentlich komme ich nach dem Abendessen etwas Ruhe und vielleicht sogar etwas Schlaf, bevor es heute abend weiter geht!

Bis dahin!
Liebes Grüßle,
eure Vicki