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Samstag, 6. März 2010

Goodbye Belfast!

Hallo meine Lieben,
da melde ich mich mal wieder. Ja ich bin wieder zu Hause beim A angelangt und das sogar schon seit Weihnachten. Allerdings war ich so traurig darüber, dass mein Auslandssemester vorbei ist, dass ich keine Motivation hatte diesen Blog, der mich durch meine 3 monatige Zeit in Belfast begleitet hat zu beenden.
Nun hatte ich jedoch 3 Monate Zeit mich von meine Lethargie zu befreien und gehe wieder motiviert dazu über euch auf meinem Blog auf dem Laufenden über mich zu halten. Anders gesagt: ich verabscheide mich von euch, um euch wieder auf Schuhtick begrüßen zu können.
Vorher möchte ich euch aber noch kurz berichten, wie meine Zeit in Belfast zu Ende ging und wie es mir wieder in Oberndorf bzw. Aistaig angelangt, geht.

1. Ich habe in Stranmillis bei Panto (eine Art Comedy Musical) als Tänzerin mitgemacht und meine letzten 2 Wochen waren deshalb von Theateratmosphäre, wenig Schlaf, viel Makeup und Applaus geprägt. Vermißt habe ich in dieser Zeit meine lieben Razzies und Abende in der Unibar bei Greg, meinem irischen Lieblings-Barmann.




2. Christof hat seinen Geburtstag in Stran gefeiert und anschliesend mit mir zusammen Dublin und seine Interrail Bekanntschaften besucht. Wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, könnt ihr dies hier: Christofs Geburtstag und Dublin. Hier noch ein paar Erinnerungsfotos:
 

3. Ich habe viele schöne Nachmittage und Abende mit meinen Razzies in verschiedenen Pubs und Cafés verbracht und davon haben es mir besonders 2 angetan: Sinamon und Muriel's Cafè.




4. Schneller als gedacht kam der traurige Abscheid von Belfast, den Razzies und all den netten Menschen, die ich in Stranmillis kennen gelernt habe. Zuletzt der Flug, den ich trotz Schneechaos gut überstanden habe, jedoch ohne Gepäck angekommen bin. Glücklicherweise kam dieses 3 Tage später, zwar nicht ganz unbeschadet aber vollständig bei mir an.

5. Gefolgt wurde meine Ankunft im verschneiten Deutschland von Weihnachten mit vielen Geschenken, leckerem Essen und meiner Familie, die ich doch ganz schön vermißt hatte.

6. Das neue Jahre startete ich, wie Katharina (Razzie aus Österreich) versprochen, im neuerworbenen Belfast-Kleid und roter Unterwäsche, die angeblich Glück bringen soll (und bisher kann ich mich nicht beklagen).

7. Schon bald kam die Fasnet, bei der ich zwar tausend mal den "Oberndorfer Narrenmarsch" und "Disco-Pogo" erleiden musste, aber mit Tine doch viel Spaß hatte, egal ob ich als Schneewittchen, Marienkäfer, Steinzeitmensch, Prinzessin, Cowgirl oder als ich selber verkleidet war.
 

8. Skifahren war ich auch noch! Naja, ein Kapitel, dass ich eher verdränge, denn gefahren bin ich nicht wirklich. Skistehen war bei mir angesagt! Zwar noch keine Trendsportart, aber ein guter Tip für Menschen mit Höhenangst ;-) Hier übrigens Christofs Vlog zu diesem Thema.

9. Und nun? 
Was nun mit mir ist, wie es mir geht, was ich so tue und erlebe, erfahrt ihr natürlich weiterhin in geregelten Abständen und zwar wie bereits oben erwähnt bei meinem alten Blog Schuhtick.

So abgedroschen es auch klingen mag, möchte ich mich dennoch bei allen bedanken, die mich bei meinem Auslandssemester unterstützt und begleitet haben, die es mir ermöglicht haben diese einzigartige Erfahrung zu machen und so wundervolle Menschen kennen zu lernen, wie ich es getan habe. Ich danke auch Belfast, für die unzähligen Shoppingstunden, die ich dort verbringen konnte und auch für seinen rauhen Charme, der mich erst langsam zu seinem Fan werden lies, das ich aber nun tief in mein Herz geschlossen habe.
Ich freue mich jetzt schon auf eine baldige Rückkehr und bis dahin vertreibe ich mir die Zeit damit, von gutem Guinness zu träumen und schlechtes (naja, nicht ganz so gutes) zu trinken!

Bis dahin!
Macht es gut!
Liebes Grüßle,
eure Wee Vicki

Samstag, 28. November 2009

Vicki goes Weihnachtsmarkt

Hallo meine Lieben,
ja genau, ihr habt richtig verstanden: ICH WAR AUF DEM WEIHNACHTSMARKT!!! Und nein, ich bin nicht mal kurz nach Deutschland gejettet und das obwohl ich deutsche Bratwurst (mit deutschem Senf) und deutschen Glühwein hatte!
Der Grund ist ganz einfach: Belfast hat einen CONTINENTAL MARKET, oder anders gesagt ein kleines Märktchen um die City Hall herum, das mit kleinen internationalen Ständen bestückt ist und unteranderem auch deutsche Stände beherbergt. Bevor ich euch aber von unserem feuchtfröhlichen Glühweinabend erzähle, hier noch eine kurze Beschreibung von unserer Taxifahrt in die Stadt.
Ich habe also, bevor wir loswollten bei unserem Lieblingstaxiunternehmen (Stranmillistaxi) angerufen und ein selbiges zur Uni bestellt. Nach wenigen Minuten kam dann auch das georderte Fahrzeug, was in diesem Fall ein kleiner VW Bus war. Phillip der Busfahrer war ganz gut drauf und hat uns gleich mal über unsere Herkunft ausgefragt. Mit vier deutschen, etwas zu gut gelaunten Mädels ging erst einmal eine Diskussion über deutsche Autos und die richtige Aussprache los. Mit Beendigung dieser wurde das Radio angeschaltet. Da jedoch nichts passendes zur Weihnachtsstimmung dabei war ( und wir wirklich gerne "Last Christmas" gehört hätten), fing Phil einfach an für uns zu singen, bis ihm jedoch einfiel, dass er irgendwo im Auto noch eine CD mit Weihnachtsmusik hat. Bei der nächsten roten Ampel ging es dann auf die Suche. Schnell gefunden, wurde die Musik auch angemacht und wir mit toller Weihnachtsmusik verzaubert. Die Verzauberung hielt jedoch nicht lange an, denn dann hörten wir den Text und brachen in lautem Lachen aus. Ich will in diesem Fall wirklich nicht zitieren, aber ich hab euch hier den Link zum Lied auf Youtube! Viel Spaß beim reinhören! (Nur noch als Randnotiz: wir hörten das Lied bei voller Lautstärke mit offenen Fenstern. Ihr hättet die Gesichter der anderen Autofahrer sehen sollen!)

Auf dem Weihnachtsmarkt angekommen, wurden erst ein mal ein paar Bilder gemacht:



Weiter gings zum deutschen Glühweinstand, wo der erste bayrische Glühwein nicht wiklich geschmeckt hat, wie er sollte. Der nächste sollte dann schon viel besser werden und zwar an einem anderen Stand (nicht bayrisch) mit deutschen Inhabern. Bei einem kleinen Gespräch über dies und das und über Belfast und meine eher negative Einstellung zum Erscheinungsbild Belfasts, hat der nette Mensch der uns bedient hat gemeint, er fände Eberdingen sehr schön. Klar dacht ich mir, fahr ich mal hin, ist ja gleich bei Stuttgart. Nur hat er nicht Eberdingen in der Nähe von Stuggi, sonder Aberdeen in England gemeint! Peinlich, peinlich sag ich da nur. Um alles ganz schnell zu vergessen, gab es erst mal nen Becher Nürnberger Glühwein und einen weiteren hintendrein, für den wir allerdings nichts zahlen mussten. Hab den Mann wohl mit Eberdingen ganz gut amüsiert ;-)

Gut drauf ging es mit dem Taxi wieder in Richtung, nein nich Eberdingen, sondern Stranmillis, um den Abend bei heißer Schokolade und einem Film ausklingen zu lassen.
Und weil ich mich noch nicht durch alle Stände durchprobiert habe, geht es defenitiv weiter mit Vicki goes Weihnachtsmarkt Teil 2.

Bis dahin!
Macht es gut!
Liebes Grüßle,
eure Vicki

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Eine kleine Märchenstunde

Hallo meine Lieben,
schon lange hab ich nichts mehr von mir hören lassen, was aber nicht heißen soll, dass ich nichts zu sagen habe. Im Gegenteil, viel ist passiert seit meinem letzten Post.
Am Samstag war ich mit den anderen Erasmus Studenten und ein paar freiwilligen Fahrern von der CU (Christians Union) in Mount Stewart, einem unglaublich schönen Anwesen umgeben von Küstenlandschaft und einer atemberaubenden Parkanlage. Hier ein paar Eindrücke, die ich gesammelt habe:



Ich hab mich dort gefühlt, wie im Märchenland!!! Im tristen Belfast wieder angekommen, habe ich mich doch noch mit der Stadt anzufreunden versucht. Und weil ich nicht nur auf Märchen, sondern auch auf Karussell fahren stehe, sind wir auf das Belfast Spinning Wheel, um uns einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Und ratet mal, was wir gesehen haben! Genau, Belfast, so wie es halt ist: eine Industriestadt ohne jeglichen Charme.
Gestern hatte ich jedoch wieder die Möglichkeit dem Stadtleben zu entfliehen, denn im Rahmen einer Vorlesung wurde für uns Erasmus Studenten ein Ausflug zum Giant's Causeway organisiert.
Aber bevor ich euch mehr von dem Ausflug erzähle, werde ich erst einmal zur Märchentante:


Es war einmal ein Riese namens Finn MacCool. Er war der größte und stärkste Riese in Irland. In vielen Kämpfen hatte er sich einen guten Ruf erkämpft und war immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.
Eines Tages hörte Finn von einem schottischen Riesen namens Benandonner, der noch größer und stärker als er selbst sein sollte. Finn wollte sich von der Größe und Stärke des schottischen Riesen überzeugen, also grub er Steine aus dem Boden heraus, rammte jeden einzelnen der fünfseitigen Steine in den Grund des Meeres und fing somit an eine Brücke von der Küste Nordirlands zur Küste Schottlands zu bauen. Als  Benandonner von Finns Vorhaben mitbekam, fing er ebenfalls an die Brücke von der schöttischen Küste aus zu bauen.
Als die beiden Riesen die Brücke fast vollendet hatten, konnte Finn MacCool Benandonner sehen. Und tatsächlich: er war fast doppelt so groß, wie Finn und schien auch kräftiger als er zu sein. Als Finn sich dessen bewusst wurde, dass er den fies aussehenden, gigantischen, schottischen Riesen nie besiegen könnte und somit sein Ruf zerstört wäre, lief er, noch bevor die Brücke vollständig beendet war nach Hause zu seiner Frau Oonag. Voller Furcht erzählte er ihr vom schottischen Riesen, den sie dann auch über die Steinbrücke kommen hörten und spürten. Alles bebte, je näher  Benandonner kam. Es musste schnell gehandelt werden! Zum Glück war Oonag eine schlaue Frau und hatte schnell eine Idee, die ihrem Mann das Leben retten sollte.
Finn sollte sich in das Kinderbett legen, während seine Frau eine Decke holte, um ihn zuzudecken. Anschließend gab sie ihm noch einen Schnuller und zog ihm eine Mütze auf, die wie die eines Babies aussah!
Während dessen kam der schottische Riese immer näher, bis er dann an Finn MacCools Tür klopfte.
Oonag öffnete die Tür, grüßte freundlich und bat den ungeduldigen, nach Finn fragenden Riesen herein. Sie erklärte ihm, Finn sei nicht zu Hause würde jedoch in wenigen Minuten von einem Kampf gegen einen anderen Riesen zurück kehren. Plötzlich fing ein Baby an zu weinen und zwar so laut und kraftvoll, dass Benandonner ein Blick auf das weinende Kind warf. Als er das Riesenbaby erspähte, erschrak er! Wenn Finn MacCools Baby sooo groß war, wie sollte denn dann erst der Vater aussehen?
Von Furcht ergriffen floh der schottische Riese über die Steinburücke zurück nach Hause! Und um sicher zu gehen, dass Finn ihm nicht folgte, zerstörte er sie hinter sich, warf die fünfseitigen Steine ins Meer,  und erreichte damit, dass nie wieder ein Riese von Nordirland nach Schottland und von Schottland nach Nordirland gehen konnte! So rettete Oonag das Leben ihres Mannes und so entstand der Giant's Causeway!

So, liebe Kinderchen, ich hoffe ihr habt Gefallen an meiner kleinen Geschichte zur Entstehung des Giant's Causeway gefunden und weil ihr so fleißig gelesen habt, gibt es als Belohnung ein paar Schnappschüsse, die beim Ausflug entstanden sind!


 
 


Die gleichen Steinformationen/ Brückenüberbleibsel :-) gibt es natürlich auch auf schottischer Seite ( Finegal's Cave auf der Island of Staffa), wie sollte es denn anders sein. Die Geschichte gibt es übrigens in verschiedenen Variationen. Einfach googeln, wenn ihr mehr darüber lesen wollt. Meine Geschichte werdet ihr jedoch nur hier finden, denn ich habe sie ganz exclusiv nur für euch formuliert.

Auf dem Weg zum Causeway sind wir in eines der beliebstesten Ferienziele Nordirlands zum Mittagessen gegangen: Port Rush. Nettes Örtchen und wirklich gutes Essen (endlich mal ein Fisch, der nicht frittiert war)!
Bilder dazu gibts auf Picasa zu sehen! Viel Spaß beim anschauen!

Ich lass bald wieder von mir hören!

Bis dahin!
Machts gut!
Liebes Grüßle,
eure Vicki

Dienstag, 6. Oktober 2009

Country Girl is back!

Hallo meine Lieben,
ja, ich bin wieder in der Zivilisation angelangt! Und um ehrlich zu sein bedauere ich es zutiefst, dass mich das triste Belfast wieder hat!
Das Wochenende bei Sara war unglaublich schön! Nicht nur, dass ihre Familie Emmi (eher bekannt als Nora Tschirner) und mich sehr herzlich empfangen hat, nein, ich konnte auch mal richtig ausschlafen und das sogar ohne meine Oropax. Sion Mills, der Ort in dem Sara lebt, ist wunderschön. Oder anders gesagt: ich kam mir vor, wie in einem Jane Austen oder Rosamunde Pilcher Roman! Die Landschaft ist der Wahnsinn! Aber seht selbst!





Sara hat sich als toller Tourguide herausgestellt und uns in Londonderry /Derry auf die Spuren des Nordirland Konflikts gebracht. Die Stadt, die von Protestanten Londonderry genannt wird, weil diese stehts zur Krone halten, also zum Vereinigten Königreich Großbritannien und von den Katholiken nur Derry genannt wird, stellte sich nicht nur als historisch interesant heraus, sondern punktete bei mir mit seinem besonderen Charme!
Hier noch mal ein paar Eindrücke!













Ich hoffe ich konnte den Charme ganz gut einfangen. Nur noch mal zur Erinnernung: Sara lebt mit ihren Eltern, Großeltern und ihrem Bruder auf einem Bauernhof. Ich habe also die Bekanntschaft von ca. 100 der 250 Kühe gemacht, des Weiteren ihre 2 Katzen und 2 Hunde kennen gelernt. Kurz gesagt, ich hatte genügend Gesellschaft übers Wochenende.
Den Samstagabend haben wir ruhig im Pub begonnen und bei einer DVD ausklingen lassen. Am Sonntagmorgen waren wir mit Sara in der Kirche, wo ein Erntedankgottesdienst statt gefunden hat. Die Kirche war sehr schön dekoriert und es war wirklich nett den neuen Tag mit fröhlichen Liedern und einer Powerpoint Präsentation (vom Pfarrer gemacht) zu beginnen. Nach dem wirklich leckeren Mittagessen sind wir in den Ulster American Folk Park, ein Freilichtmuseum, das stark an die Voghtsbauernhöfe erinnert, jedoch mit echten Schauspielern besetzt ist und nicht mit besprochenen Kassetten funktioniert.

Auf der Rückfahrt nach Belfast haben wir noch einen kurzen Abstecher zum Belfast Castle gemacht, von dem man einen wirklich schönen Blick über Belfast hat. Hier der Beweis:





Ich habe dieses Wochenende so viel erlebt, dass ich wahrscheinlich die Hälfte davon vergessen habe zu berichten, aber es kommt dann nach und nach!

Wovon ich euch jedoch erzählen kann, ist das Tanztraining zu Panto, bei dem ich gestern das ersten Mal war. Es hat echt Spaß gemacht, worüber ich mir jedoch nicht bewusst war ist, dass ich da auch singen muss. Für die ganz Neugierigen von euch: Wir singen und tanzen zu "Go go go Joseph" aus dem Musical "Joseph", jedoch mit anderem Text und auch zu "We go together" aus "Grease" (beides auf Youtube zu finden!).

Ich berichte sobald ich wieder etwas Zeit habe weiter!

Bis dahin, machts gut!
Liebes Grüßle,
eure Vicki

Mittwoch, 30. September 2009

Here comes the Dancing Queen

Hallo meine Lieben,
es hat sich mal wieder einiges getan hier! Nicht nur, dass ich endlich meine ersten Vorlesungen besucht habe (die Dozenten sind noch seltsamer als bei uns in Deutschland, vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass hier nicht am Ende geklatscht oder geklopft wird), nein ich habe auch zum ersten mal HipHop getanzt (mehr oder weniger gut) und, jetzt haltet euch fest: ich bin in die Tanzgruppe von Panto (Mischung aus Musical und Comedy, sehr populär in Nordirland) aufgenommen worden. Unglaublich, aber wahr, von 48 Teilnehmern am Vortanzen, gehöre ich zu den 24 Glücklichen, die ab Montag jede Woche zwei mal Training haben, um dann Ende November sieben Tage lang zwei mal am Tag vor riesen Publikum aufzutreten!
Zienmich viele Zahlen, ich weis, aber das Wichtigste ist, ich darf tanzen und ich lass es euch sehen, falls ich jemandem zum Filmen bekommen!

Zu meinen Vorlesungen: wie schon erwähnt sind die Dozenten etwas seltsam, bzw. ich weis noch nicht genau, ob sie seltsam, oder einfach nur komisch sind! Und mit komisch meine ich, dass ich mich heute recht häufig am Tisch festhalten musste, um vor Lachen nicht hinzufallen. Ich sag nur: der irische Humor ist wirklich unterhaltsam!
In den Vorlesungen haben wir recht viel über den Nordirland-Konflikt erfahren, was für mich wirklich interesannt war, weil ich abgesehen vom Term IRA keine Ahnung von der ganzen Sache hatte. Ich find es wirklich erschreckend und traurig zu gleich, wie Menschen sich aufgrund ihrer Religion bekriegen!
Nicht erschrecken, denn jetzt kommt etwas nordirische Geschichte.
Im August 1969 begannen sich die irischen Katholiken mit den britischen Protestanten zu bekriegen. Belfast war Mittelpunkt des Ganzen und aufgeteilt in katholische und evangelische Bezirke. Kurz gesagt es dauerte 30 Jahre bis zum Frieden und kostete etwa 3000 Menschenleben.
Es ist erstaunlich, wie offen die Menschen hier darüber reden können, wenn man bedenkt, dass hier vor 10 Jahren noch Krieg herrschte, aber das ist wohmöglich das einzige Mittel, um zu verhindern, dass wieder ein Glaubenskrieg ausbricht. Noch immer leben Christen, die eigentlich den gleichen Glauben, an einen Gott haben seperat voneinander. Kinder gehen entweder in katholische oder evangelische Kindergärten und Schulen, lernen sich erst auf der Uni kennen und leben bis dahin in einer abgeschotteten Welt. Auch wenn es beim Laufen durch die Stadt nicht offensichtlich ist, so herrscht hier dennoch eine Art Untergrundkrieg, was ja auch in den Medien immer wieder zu vernehmen ist.
Ihr fragt euch bestimmt, warum ich euch mit einem so schweren Thema belästige. Ich denke einfach, dass es wichtig ist  über solche Dinge bescheid zu wissen, darüber nachzudenken und sie zu verhindern. Mich beschäftigt das Ganze sehr und irgendwie fühle ich mich an die Spaltung Deutschlands erinnert, die vom Staat verursacht wurde und für die die Menschen nichts konnten. Hier sind es jedoch die Menschen und nicht nur der Staat gewesen, die es zu einer, nennen wir es mal Aufsplittung des Landes haben kommen lassen. Erschreckend, wie ich finde! Heute ist Belfast zwar nicht die schönste, aber dafür die sicherste Stadt Europas! Überall wird an die Menschen und den "Conflikt", wie die Katholiken, oder die "Troubles", wie es Protestanten nennen, erinnert.
Passiert man Ost Belfast, so stößt man auf die sogenannten Murals, Wandmalereien, die an die Toten des Krieges erinnern:











Genug davon! Ich hab noch eine Nachricht! Hier ist die Schweinegrippe ausgebrochen, aber macht euch keine Sorgen, denn überall steht Desinfektionsmittel herum und ich habe außerdem einen Swineflufriend, oder besser gesagt sogar zwei! Wer sie sind und was ihre Aufgabe ist, erklär ich euch ein anderes mal, denn ich gehe jetzt noch ein GuteNachtGuinness trinken!

Bis dahin!
Machts gut!
Liebes Grüßle,
eure Vicki

Sonntag, 27. September 2009

Snow White meets Nora Tschirner

Hallo meine Lieben,
endlich hab ich ein paar freie Minuten, um mich mal wieder zu melden. In den letzten Tagen ist viel passiert. Ich hab meine Mitbewohner kennengelernt, und zwar die ganze Nacht lang, weil sie teils bis morgens um 5 gefeiert haben. Blöd war nur, dass ich nicht mitfeiern konnte, weil ich unglaublich müde war, sie aber nicht daran gedacht haben auch nur etwas leiser zu sein. Man kann also sagen ich war schlaflos in Belfast!
Das Ganze hat sich jetzt etwas geregelt, nachdem Sara unsere Tutorin jede Nacht durch die Wohnungen läuft und danach schaut, dass es etwas leiser ist.
Abgesehen von der Schlaflosigkeit, gab es auch gute, wirklich gute Dinge hier, die ich erlebt habe.
Ich war bowlen und bin nicht Letzte geworden (jeppie!), war beim Laser Quest spielen (sehr empfehlenswert) und hab Platz vier von 16 gemacht und ich war aus, hatte mein erstes gezapftes Guinness und einen echt coolen Abend. Wobei ich gestehen muss, dass es etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass hier alle schon um 8 los gehen und Alles um spätestens 2 wieder zu macht. Aber das günstige Guinness hat es wieder gut gemacht (3,30 € zahlt man normalerweise für einen half Pint und nicht für einen Ganzen!).

Seit neuestem hab ich auch einen neuen Spitznamen weg. Irgendwie denken die Leute hier ich sei einem Disney Film entsprungen, wobei ich gar keine Zwerge dabei hab. Wahlweise werde ich auch Schnee Fli***en genannt. Das liegt allerdings daran, dass ich den Mädels hier von meinem Fasnetskostüm erzählt habe.

Wir sind hier eine echt coole Truppe und kommen alle super mit einander aus, aber meine lieblings Begleitung ist defenitiv Emmi aus Finnland. Und das lustige an ihr ist nicht ihr finnischer Dialekt, wenn sie Englisch spricht, sondern die Tatsache, dass sie genau so aussieht, wie Nora Tschirner!
Hier der Beweis:


Und, hab ich euch zu viel versprochen?
Muss dann jetzt auch schon wieder los! Bilder aus Belfast gibts auf Facebook! Viel Spaß beim durchklicken, wobei ich morgen noch mehr hochladen werde!

Bis dahin!
Machts gut!
Eure Vicki

Dienstag, 22. September 2009

Endlich angekommen und doch nicht richtig da!

Hallo meine Lieben,
zum ersten mal melde ich mich nun aus der Nordirischen Hauptstadt Belfast und zum ersten mal seit Beginn meiner Reise, habe ich etwas Zeit für mich und natürlich auch, um euch auf dem Laufenden zu halten.
Also, was hat sich bisher so getan bei mir...
Nun ich hatte erst mal Probleme am Flughafen, da ich, als hätte man es nicht bereits erwartet, Übergepäck hatte und einiges an Zeug wieder auspacken musste. Nun müsst ihr allerdings wissen, dass ich mir dessen nicht bewusst war, dass ich Übergepäck hatte, da ich davon ausgegangen bin, dass ich 40 kg mitnehmen kann, wenn ich mit 2 Taschen reise. Da hatte ich mich aber geirrt, war also am Flughafen am aus- und umpacken und fühlte mich nach vollendeter Tat, wie nach einem Marathon. Mein Magen war zu diesem Zeitpunkt auch nicht ganz auf meiner Seite und so führte ich auf dem Flughafenklo eine recht einseitige Unterhaltung mit diesem.

In Belfast angekommen, wäre ich am liebsten wieder gegangen. Mein erster Gedanke war: 'Boha ist es hier hässlich und hier soll ich nun drei Monate lang bleiben?!' Nach diesem ersten Schock verbrachte ich den ganzen Tag und Abend im Bett, das mir so viel schoner erschien, als in die Einöde von kackbraun und kackbraunrot zu gehen. So schrecklich auch Nordirlands Architektur auch ist, so nett sind hier die Menschen, musste ich feststellen, als wir den Weg zum Hostel gesucht haben. Nicht nur, dass man uns den Weg beschrieben hat, nein, wir wurden sogar direkt vor der Tür abgeliefert.

Nun gut, am Sonntag, unser zweiter Tag in Belfast, schauten meine Komilitonen und ich uns die Stadt mal genauer an und schon war ich enthusiastisch genug, um meine Kamera zu zücken und ein paar Bilder zu machen.









Nun fühl ich mich hier doch ganz gut, vorallem nachdem ich gesehen habe, dass es hier tolle Schuhe gibt, obwohl ich noch nicht so genau weis, wie ich die nach Deutschland transportieren soll.

Seit gestern bin ich in meiner Uni Stranmillis University. Auch wenn das Wohnheim nicht gerade der Wahnsinn ist, so auf alle Fälle das Areal auf dem die Uni steht. Alles ist grün und ab und zu kann man ein Blick auf  das ein oder andere Gebäude erhaschen. Echt schön, man fühlt sich, wie im Telletubbie Land, abgesehen davon, dass die Sonne nicht immer scheint. Ich muss jedoch ehrlich gestehen, dass das Wetter bisher ganz ok ist und es heute wirklich sonnig war. Für die Iren ist dieses Wetter glaub ich wie Hochsommer. Während ich mit Stiefeln und Rollkragenpulli bewaffnet bin, haben die Leute hier Flipflops und T-shirt an. Da ist schon irgendwie was dran, dass die Iren etwas irre sind.

Gestern abend hatte die Student Union, deren Präsidentin Sara sich rührend um uns kümmert einen Begrüßungsabend geplant. Bei Getränken (ich hatte mein erstes Guiness) und lustigen Spielen konnte man sich gegenseitig etwas beschnuppern. Heute geht es mit ähnlichem Programm weiter und eigentlich ist für die ganze Woche Abendprogramm geplant. Am Freitag werden wir uns mir Lasern beschießen, Laser Quest nennt sich das Ganze. Also langweilig wird hier einem wirklich nicht, nur müde wird man, vorallem, wenn man in meiner WG wohnt. Die Mädels hier sind echt verrückt. Abgesehen davon, dass sie erst ein mal dachten, ich käme aus den Staaten und deshalb keine Rücksicht auf die Sprechgeschwindigkeit genommen haben, trinken sie wirklich viel Aklkohol und machen gerne Party. Gestern zum beispiel bis vier Uhr morgens. Wirklich viel geschlafen habe ich also nicht und jetzt muss ich auch schon wieder los, zu einer Führung um das Unigelände und den Teilort Srtanmillis. Hoffentlich komme ich nach dem Abendessen etwas Ruhe und vielleicht sogar etwas Schlaf, bevor es heute abend weiter geht!

Bis dahin!
Liebes Grüßle,
eure Vicki

Montag, 7. September 2009

Party rum...wie dumm!

Hallo meine Lieben,
ich glaub ich bin jetzt für immer unter die Partyplanner gegangen! Das Ding war ein voller Erfolg und das sogar bei schönem Wetter! Der Schachlik war genial, die Steakes und Salate ebenso, wie die Laune der ca. 25 Gäste, die ich an diesem Abend begrüßen konnte! Mein Süßer hat sich sogar zu diesem Anlass unter die Bastler begeben und Schere und Kleber in die Hand genommen, um mir ein tolles "Bye, Bye Vicki"-Poster zu basteln. Danke noch mal an dieser Stelle!
Auch reichlich beschenkt wurde ich! Neben Blümchen gab es auch einen Reiseführer (den ich wirklich brauchen werde, so orientierungslos, wie ich bin), Massen an Alkohol und von meinen zwei süßen Komilitoninnen noch ein Erstehilfe-Paket mit Dingen fürs Herz, Lippen, Füße, den Bauch, Kopf und gegen Müdigkeit! Auch hier noch mal vielen Dank!

Auch an meine Eltern ein Lob, vorallem an meine Mama, die alle so gut bewirtet hat und einen nie auf dem Trockenen hat sitzen lassen!

Ich glaube das war ein würdevoller Abschied, auch wenn ich die meisten vor meinem Abflug noch mal zu sehen bekomme.

Jetzt geht es richtig los und so langsam bin ich mir dessen auch bewusst. In meinem Kopf schwirrt ständig mein Kleiderschrank und die Frage, was daraus in einen Koffer passt. Auch was meine Schuhe angeht bin ich noch etwas ratlos. Soll ich meine rosa Stiefel mitnehmen oder nicht? Vielleicht könnte ich ja eine Umfrage starten und ihr votet dafür, was ich mitnehmen soll. Wer für eine Umfrage ist, hinterlässt mit bitte einen Kommentar, wer bereits weis, ob ich die rosa Stiefel mitnehmen soll, tut dies bitte auch!;-)

Ach und noch etwas gibt es zu erzählen. Meine Fotowand kam bei meinen Gästen super an und der Herzdame von Kollege/Chef Kai hat es besonders ein Bild angetan. Und das so sehr, dass sie mich gefragt hat, ob ich nicht das Covergirl für die Oktoberausgabe der woodZ werden will (vielleicht wurde ihr Urteilsvermögen auch durch den zuvor getrunkenen Wodka-Brause getrübt,macht aber nichts). Ihr wisst jetzt vielleicht schon welches Bild ich meine. Genau, Vicki im Dirndl! Somit kommen wir noch mal zur Umfrage. Wer möchte, dass ich woodZ Covergirl werde soll mir ebefalls einen Kommentar hinterlassen! Wer denkt, dass ich und meine Posingqualitäten nicht dazu taugen, kann dies ebenfalls kund tun!

Hier noch mal das Bild für euch in groß!



Freu mich schon auf eure Kommentare!

Bis dahin!

Liebes Grüßle,
eure Vicki

Freitag, 4. September 2009

It´s my party and I cry if I want to...

Hallo meine Lieben,
ich hoffe, dass ihr alle bereits den Weg zu meinem neuen Blog gefunden habt und euch an meinem tollen Layout erfreut, dass ich mühsam in Einzelarbeit speziell für diesen Blog angefertigt habe. Wie ihr alle sehen könnt, ist oben meine Reisestrecke aufgeführt. Ein ganzes Stück, dass ich da zurück legen werde-nicht?
Aber wie ich euch bereits angedroht habe, werdet ihr mich nicht allzusehr vermissen, da ich euch täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich mit dem Aktuellsten aus dem hoffentlich fiedlichen Nordirland versorgen werde.

Heute kam ich nun meiner Reise und dem Bewusstsein, dass ich bald wirklich weg bin näher. Ich bin nämlich zu den Partyplanern übergegangen! Die Deko steht zumindest (und sie ist pink!) aber der Weg dahin war beschwerlich! Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Organisation von Bänken und Tischen (der Fahrer hat gestreikt), stehen diese in der mit lila, weiß und rosa Luftballons geschmückten Garage!
Das Essen, nun das wird morgen frisch zubereitet. Würde auch nicht anders gehen, da wir schließlich grillen. Hoffen wir nur, dass das Wetter morgen mitspielt und Papa nicht unter dem Regenschirm grillen muss. Sollte das Wetter doch in die Hose gehen, haben wir genügend Alkohol, oder hätten diesen zumindest, wenn der Fahrer ihn, wie vereinbart besorgt hätte! Ansonsten muss ich noch mal ran und mich in den Ladenjungel von Oberndorf wagen. Als ob ich nicht genug zu tun hätte! Ich meine, da wär die Musik, die noch zusammen gestellt werden muss, das Essen muss vorbereitet werden, so wie das Gästezimmer für meine Besucher. Auch etwas putzen sollte ich noch, man will ja schließlich bei seiner Party glänzen und dazu gehört natürlich auch das eigene Heim. Ja und ich, ich sollte auch noch auf hochglanz gebracht werden, was ja auch etwas Zeit braucht.
Kurz gesagt, ich hab noch reichlich zu tun!



Naja, nicht verzweifeln und wenn doch, dann hat es ja Lesly Gore bereits richtig gesehen:" It's my party and I cry if I want to!"

Ich war heute nicht nur fleißig beim dekorieren der Garage, nein auch mein Wohnzimmer wurde verschönert. Beim Suchen nach passender Tischdeko, bin ich auf günstige Glasbilderrahmen gestoßen und hab gleich zugeschlagen. Dann noch meine lieblings Bilder ausgedruckt und schon konnte der Rahmungsmarathon beginnen. Da ich unglaublich stolz auf mein Werk bin, könnt ihr euch selber von der Originalität und Schönheit meiner Fotokollage überzeugen!



Liebes Grüßle,
eure Vicki,